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Medieninformation .01 Slam 2004
8. German International Poetry Slam Einhundert Poetinnen und Dichter Freitag, 29. Oktober,
19.30 Uhr: Vorrunden Einzel III und Einzel IV (Parallelveranstaltungen)
Pressegespräch am Sonntag, 31. Oktober, 17 Uhr, Theaterhaus Stuttgart Bildmaterial, Vermittlung von Gesprächspartnern, Fragen: Tanja Schulz (Vertretung) Bildmaterial stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.
Medieninformation .02 Der 8. German International Poetry Slam (Slam 2004)Was im antiken Griechenland zu jedem Wagenrennen dazugehörte und im Nürnberg
des 16. Jahrhunderts als Meistersingertum aufblühte, verbindet Menschen heutzutage
rund um den Erdball: Poetry Slams sind offene Bühnen für Poesie und Prosa. Professionelle Performance-Poeten wie Amateurschriftsteller nutzen Poetry Slams mittlerweile selbstverständlich als Podium, um im direkten Wettkampf mit den anderen Teilnehmern ihre Texte zu erproben. Die Bühne steht jedem Menschen frei, sich spontan per Losverfahren zu beteiligen. Aber auch das Publikum als Ganzes besitzt eine wichtige Funktion: es kürt nach zehn bis zwölf Kurzbeiträgen durch gemeinsame Abstimmung oder vertreten durch eine Jury den Poetenkönig bzw. die Dichterkönigin des Abends. In vielen Städten, wie längst auch in Stuttgart, gehören Poetry Slams zum notwendigen kulturellen Inventar. Sie sind Treffpunkt, geistiges Forum und Seismograph aktueller Geschehnisse. Hier werden Tagesereignisse, Liebeskummer und Alltagsabsurditäten genauso zur Sprache gebracht wie philosophische oder kulturgeschichtliche Betrachtungen. Gerade in Deutschland entwickelte sich eine textliche Formenvielfalt, die jeden Poetry Slam zu einem Fest der literarischen Ausdrucksfähigkeit machen. Wer Poetry Slams regelmäßig und an verschiedenen Orten besucht, wird feststellen: das gesprochene dichterische Wort lebt – allen Reden über den allgemeinen Sprachverfall zum Trotz. Vom 29. bis 31 Oktober 2004 trifft im Theaterhaus Stuttgart die gesamte deutschsprachige
Slamszene zum 8. German International Poetry Slam (Slam 2004) zusammen, um ihren
Meister/ihre Meisterin zu küren. Wer Champion wird, entscheidet das Publikum.
Dabei zählen besonders die Vorrunden, die dem Finale an Spannung in nichts
nachstehen: denn nur wer sich hier unter zahlreichen Favoriten qualifiziert, bekommt
eine Chance, im zentralen letzten Wettkampf um den Titel zu ringen. Neben den
voraussichtlich 72 Solo-Dichtern treten auch rund 20 Teams aus dem ganzen deutschsprachigen
Gebiet gegeneinander an..
Medieninformation .03 „Wieso geht es bei Jazz-Konzerten so lebendig zu, und warum starren die Menschen bei literarischen Lesungen so oft in die Ecken?“ So fragte sich 1986 der Baustellen-Vorarbeiter Marc Smith. Da er selbst Gedichte
schrieb, nahm er sich vor, der steifen Atmosphäre klassischer Literaturlesungen
ein unkonventionelles Veranstaltungsformat beizugesellen. Er lud seine Freunde
zu einer eigenen Literatur-Reihe in einen Jazz-Club ein. Das hatte Folgen: Anstelle
diskreten Hüstelns gab es plötzlich Zwischenrufe und Schlagabtausch
von der Bühne in den Saal und zurück. Die Veranstaltungsform verbreitete sich schnell in den Vereinigten Staaten. Anfang der 90er Jahre schwappte die Wortewelle in die Alte Welt, nach England und Deutschland herüber. Inzwischen hat sie die Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Kroatien und Bosnien erreicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis diese neue Lust auf gesprochene und ungezwungene Poesie in ganz Europa zelebriert wird. Weiteres Material: |
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